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Urlaub in der Provence: Leben wie Gott in Frankreich

Reisebericht von Esther Ziegler

«Vive la France» oder besser gesagt «sur le pont d’Avignon» hiess es für mich im diesjährigen Urlaub. Unsere Reise führte uns diesen Sommer in den wunderschönen «Luberon». Nicht umsonst zählt die Provence zu den beliebtesten Reisezielen Frankreichs, denn sie bietet etwas für jeden Geschmack und zieht alle in seinen Bann.

 

Die Reise versetzte mich in kürzester Zeit in ein Frankreich, welches ich noch nicht kannte. Die faszinierenden und sehenswerten Dörfer des Luberon sind ein absolutes Ferien-Highlight und begeisterten mich sofort. In dieser Region befinden sich mit Ansouis, Gordes, Roussillon, Lourmarin, Ménerbes, Séguret und Vénasque ein halbes Dutzend der als «les plus beaux villages de France» klassifizierten Dörfer.

Ob man von Roussillon und seinen orangfarbenenen Hausfassaden angezogen wird, von den ansteigenden Pflasterstrassen in Gordes, von den Schaufelrädern in L‘Isle-sur-la-Sorgue, der Ursprünglichkeit des Dorfes Brantes, der typischen Kulisse von Ansouis oder auch den Kirschen von Venasque, eines ist sicher: sollten sie sich auf eine Reise in dieses Gebiet begeben, wird sie die Schönheit der Dörfer in der Provence sicherlich genauso verzaubern wie mich.

Dass dem so ist, liegt auch an den Bewohnern der Provence. Sie sind stolz auf ihr Erbe und ihre Geschichte und pflegen diese mit grösster Sorgfalt, was sich wiederum in den idyllischen Dörfern widerspiegelt.

Auch die grandiose Landschaft dieser Region hatte es mir sofort angetan. Das Gebiet des Luberon ist eine Bilderbuchlandschaft, welche von der UNESCO zu einem Biosphärenreservat erklärt wurde. Man kann hier wilde Schluchten besuchen, durch Weinfelder wandern, tolle Touren mit dem Fahrrad unternehmen, einen guten Tropfen Wein geniessen oder im Juni das Lavendelmeer riechen und bestaunen.

Was das Leben dieser schönen Dörfer und Regionen auch besonders macht, ist der jeweilige Wochenmarkt. Vom kleinen Dorf bis hin zur grossen Stadt – in der Provence hat jeder Ort seinen Markt. Neben dem bunten Treiben in den Gassen kann man die typischen Produkte der Region wie z. B. Olivenöl, Gewürze, Kräuter, Gemüse, Käse und Wein probieren und erwerben. Auch Textilien wie provenzalische Stoffe, Töpferwaren und Tischwäsche werden überall angeboten. Ein Marktbesuch ist eine grosse Attraktion, und es lohnt sich durchaus mehrere Märkte zu besuchen, denn einer ist schöner als der andere. Es machte uns grossen Spass, über einen Markt zu bummeln, die Düfte einzuatmen und hier und da mal etwas zu probieren. Wer der Menschenmenge etwas aus dem Wege gehen möchte, der sichert sich einfach einen Platz auf einer der vielen Terrassen mit Blick ins Geschehen, denn rund um den Markt hat es immer wieder kleine Cafés oder Bars, welche zum Verweilen einladen. Ich empfehle dabei das Nationalgetränk, den «Pastis» auszuprobieren oder falls es zu früh am Morgen ist, einen feinen „Café au Lait“ zu bestellen mit einem leckeren Croissant dazu.

Einen ganz speziellen Markt erlebt man übrigens im Städtchen L’Isle de la Sorgue. Man nennt es auch das Antiquitätendorf. Hier gibt es viele unzählige kleine Geschäfte, die alte Möbel und Trödel vor der Türe stehen haben. Man unternimmt eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit. Kleiner Tipp: Sollten Sie an Antiquitäten interessiert sein, ist dies neben Paris die beste Adresse in Frankreich, um welche aufzustöbern.

Dies sind ein paar der schönsten Märkte der Region:

Gordes (Dienstag),
Lourmarin (Freitag)
L’Isle de la Sorgue (Sonntag und ein kleiner Markt am Donnerstag)
St. Rémy-de-Provence (Mittwoch)

Nach einer eindrucksvollen Woche im vielfälltigen Luberon hiess es wieder Abschied nehmen. Wir haben viel Schönes gesehen und erlebt und nehmen, wie schon Cézanne und van Gogh, das Zusammenspiel von Licht und Farben dieser Region mit nach Hause. À bientôt, la France!

Beratung

Esther Ziegler

Esther Ziegler – Reiseexpertin

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