«Moin Moin» – Sylt

Reisebericht von Esther Ziegler

Die Königin der Nordsee gehört zum Nationalpark «Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer» und ist mit 99 km² die viertgrösste Insel Deutschlands. Sylt heisst auch 40 Kilometer Sandstrand im Westen, ausgedehntes Wattenmeer im Osten, Wind in den Haaren, Relaxen im Strandkorb, eine top Gastronomie und viel Natur zum Entdecken.

Es ist soweit: die Koffer sind gepackt, mit einer Garderobe für jedes Wetter und es kann los gehen. Viele haben mir vom unbeständigen Inselwetter berichtet, aber was zeigt mir meine Wetter-App, nur schöne und warme Tage bei maximal 23 Grad werden vorausgesagt. Es scheint, als hätten wir das Wetterglück mitgebucht.

Nach Ankunft am Flughafen Westerland mit dem Nonstop-Flug von Swiss werden wir bereits mit strahlendem Sonnenschein und bei angenehmer Temperatur an der Nordsee erwartet. Per Mietwagen gelangen wir zu unserem gebuchten Hotel, dem «Severin*s Resort & Spa», im schmucken Ort Keitum.

Der einstiege Sylter Hauptort gehört zu den schönsten Dörfern Nordfrieslands. Verschlungene Wege, die von den prächtigen Friesenhäusern der Insel gesäumt werden, durchziehen den verwinkelten alten Ortskern von Keitum. Dass man sich hier verläuft, ist vorprogrammiert; doch dies gehört bei einem Bummel durch dieses charmante Dörfchen dazu.

Gleich nach dem Check-In im Hotel packt uns der Entdeckergeist. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es gibt so viel zu sehen, beispielsweise das Wohnhaus eines Walfängers aus dem Jahr 1739 oder das «Kapitänshaus Weidemannhaus»  von 1776. Doch auch die Friesenhäuser, welche teilweise 200 Jahre alt und mit wunderschönen bunten Vorgärten geschmückt sind, muss man bestaunen.

Unser erstes Abendessen geniessen wir im «Samoa Seepferdchen». Dieses schmucke, kleine Restaurant, oder sollte man eher Bretterbude sagen, ist eingebettet in die traumhafte Rantumer Dünenlandschaft. Da sich das Restaurant an der schmalsten Stelle von Sylt befindet, hat man einen überwältigten Blick auf die Nordsee und das Wattenmeer. Was für ein Zauber! Wir sind angekommen und bereits dem Inselcharme komplett erlegen.

Am nächsten Morgen heisst es nach einem wunderbaren Frühstück auf in die Natur zwischen Strand und Watt. Mit gutem Schuhwerk und freudiger Wanderlust beginnt unsere Tour von Wenningstedt nach Kampen und weiter nach Braderup. Auf dieser Wanderung erleben wir alle Landschaftsformen, welche die Insel zu bieten hat: Dünen, Heide, Kliff, Watt, Wiesen und Weiden, auf denen Kühe, Schafe und Pferde grasen.  Dauer der Wanderung ca. 4 Stunden.

Am Abend haben wir einen Tisch im «Hotel Fährhus» in der «Käpt’n Selmer Stube» reserviert. Hier trifft Friesischer Charme auf Nordisches Design.  Die Lage des kleinen Hideway ist einzigartig. Von der Viktorianischen Terrasse des Hauses blickt man zum Munkmarscher Yachthafen hinaus ins Wattenmeer. Auch hier geniessen wir einen schönen Abend bei hervorragendem Essen.

Ein neuer Tag, eine neue Tat. Heute heisst es ab aufs E-Bike, welches uns das Hotel organisiert hat. Zuerst geht es von Keitum nach Rantum und via Morsum Kliff wieder zurück nach Keitum. Wir erleben auf dieser abwechslungsreichen Fahrt das Wattenmeer, Wind und ein Wolkentheater mit viel Sonnenschein.  Der Wind verlangt einem auf der Insel einiges ab, jedoch wird man durch das herrliche Naturerlebnis vollends entschädigt. Dauer der Tour ca. 4 Stunden.

Heute hat man das Gefühl der Hochsommer ist angekommen und durch den warmen Wind ist die Temperatur auf ca. 26 Grad angestiegen. Doch für die Sylter ist es bei mehr als 19 Grad schon viel zu heiss, wie uns Einheimische erzählen. Wir hingegen geniessen zum ersten Mal ein Abendessen draussen auf der Terrasse vom Restaurant «Gogärtchen» in Kampen und lassen den wunderschönen Tag nochmals Revue passieren. Das Restaurant wurde im Jahre 1951 von Frau Margret Gogarten als Café «Gogärtchen» gegründet. Damals konnte noch niemand ahnen, welche Institution sie damit geschaffen hat. Das Reetdachhaus an Kampens «Whiskey Meile» ist heute zur legendären Anlaufstelle für Sylter und Ihre Inselgäste geworden und auf jeden Fall immer einen Besuch wert.

Unser letzter Ferientag auf Sylt ist bereits angebrochen, bevor unsere Reise weiter Richtung Hamburg geht. Leider hat sich das Wetter etwas verändert und wir erleben nach wunderschönen Sommertagen einen richtigen Sylter Wettertag. Es nieselt etwas und der Wind pfeift uns um die Ohren. Somit heisst es heute etwas Ruhe geniessen. Vielleicht die Insel von Norden nach Süden mit dem Auto besuchen? Wir entscheiden uns für ein gutes Buch und einen «Wellness Tag» in unserem wunderschönen Hotel, was bisher viel zu kurz kam.

Den gemütlichen entspannten Tag lassen wir bei einem Abendessen im Restaurant «Alte Friesenstube» ausklingen. Der Name sagt es bereits; wir dinierten im ältesten Friesenhaus auf der Insel Sylt. Was für ein Erlebnis und was für ein Abschluss.

Mein Fazit zu diesem wunderschönen Insel Urlaub. Suchen Sie eine Destination zum Geniessen und Abschalten? Mögen Sie die Natur und sind Sie gerne aktiv? Dann bietet sich die Königin der Nordsee mit Ihrem einzigartigen Charm perfekt als nächstes Ferienziel an.

Beratung

Esther Ziegler

Esther Ziegler – Reiseexpertin

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