Reisebericht: Vancouver Island

Reisebericht von Janine Klaus-Mäder

Westkanada ist die Destination mit einem überwältigenden Naturparadies, unendlichen Wäldern, der Rocky Mountains, der Gletscher, der Totempfähle und es ist die Heimat der Bären. Die Gegend ist riesig – für welche Region soll man sich somit entscheiden? Mit der Entscheidung Vancouver, die Sunshine Coast und Vancouver Island als unser Reiseziel ins Auge zu fassen, haben wir uns den Weg zu einer ganz besonderen, erlebnisreichen und unvergesslichen Zeit geebnet; denn Vancouver Island ist nicht nur eine Insel – es ist die abwechslungsreichste, schönste und spannendste Insel des nordamerikanischen Kontinents.

Edelweiss bringt uns mit einer Flugzeit von 10 ½ h pünktlich und bequem nach Vancouver. Die Olympiastadt 2010 empfängt uns mit hochsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein. Schon der erste Eindruck auf der Taxifahrt ins Stadtzentrum begeistert uns. Im Vordergrund der tiefblaue Pazifik und im Hintergrund die Gipfel der Coast Mountains. Wir begreifen bereits jetzt schon, warum Vancouver für viele Touristen zu den schönsten Städten der Welt gehört. Die Kulisse ist schlicht traumhaft. In den nächsten Tagen bummeln wir durch die abwechslungsreiche Stadt. Per Fahrrad und zu Fuss erkunden wir den Stanley Park, Chinatown, Granville Island und Gastown. Abends besuchen wir gut besuchte Restaurants im angesagten Viertel Yaletown, welches vor allem durch seine alten Lagergebäude bekannt ist. Diese Ecke der Stadt gefällt uns besonders gut und es gäbe hier noch viele weitere Cocktaillounges und hippe Restaurants auszuprobieren, aber nun wartet die Natur von Vancouver Island auf uns.

Wir übernehmen unseren Mietwagen und fahren über die Lions Gate Bridge nach Horseshoe Bay. Von hier aus bringt uns „BC Ferries“ nach Nanaimo auf Vancouver Island. Unser Ziel ist das einstige Fischerdorf Tofino. Auf dem Weg machen wir einen Halt bei der «Cathedral Grove». Dieser Park ist durch seine bis zu 800 Jahre alten Bestände an Douglasien bekannt. Es gibt einen schönen Spazierweg durch den Park und wir staunen über die Grösse der Bäume. Gewisse haben einen spektakulären Umfang von bis zu neun Metern.

Man könnte meinen die Strasse nach Tofino bringt uns ans Ende der Welt. Eine kilometerlange Strasse hin und die gleich endlos lange Strasse wieder zurück. Dazwischen nur Wald, Flüsse und Berge. Im Frühjahr legen in Tofino Grauwale einen Zwischenstopp ein auf dem Weg nach Alaska. Im Sommer ist Tofino Anziehungspunkt für viele Surfer und Wanderer. Auch wir wollen den Pacific-Rim-Nationalpark besuchen. Der insgesamt 511 Quadratkilometer grosse Park wurde 1970 gegründet und besteht aus Long Beach, Broken Island und dem West Coast Trail. Aufgrund des ganzjährig milden Klimas und der grossen Niederschlagsmengen verfügt der Park, der jährlich fast eine Million Besucher anzieht, über eine reichhaltige Pflanzen- und Tierwelt.

Mit «Archipelago Cruise» unternehmen wir einen ausgezeichneten Tagesausflug. Alan und Toddy leben während sechs Monaten auf ihrem Schiff, der «Raincoast Maiden» und zeigen den Gästen die Schönheiten der Broken Island Group. Die kleinen Inseln liegen mitten im Barkley Sound und bieten ein grandioses Naturerlebnis. Das Glück ist heute auf unserer Seite und neben vielen Fischadlern und Seehunden können wir auch eine Bärenmutter mit drei Jungtieren beobachten. Nach der Tour unternehmen wir einen Spaziergang dem Küstenpfad von Ucluelet entlang. Der Regenwald und die ganze Vegetation dieser Region ist einmalig.

Obwohl wir uns nicht aufs Surfbrett wagen, darf ein Besuch der schönen Strände dieser Gegend nicht fehlen. Einen Strand Favoriten zu benennen, wäre schwierig. Egal ob Cox Bay, Chesterman Beach, Long Beach oder der Wickaninnish Beach: naturbelassen und einen Besuch wert sind sie alle. Wir geniessen das herrliche Wetter bei langen Strandspaziergängen, staunen über die Surfkünste der Wellenreiter und lassen uns den Wind durch die Haare wehen.

Tofino ist während der Sommermonate ein äusserst beliebter Touristenort und so wundert es nicht, dass am gefühlten Ende der Welt abends der Bär los ist. Zum Glück haben wir die Restaurant Reservationen schon vor unserer Reise getätigt. Andernfalls wäre es schwierig geworden abends noch einen freien Tisch zu ergattern. Besonders gut gefallen hat uns das originelle «Shelter» Restaurant.

Müde, aber glücklich fallen wir abends in unsere bequemen Betten. Die Balkontüre lassen wir immer einen Spaltbreit offen, um das Rauschen des Meeres zu hören. Das zu Relais & Châteaux gehörende Hotel «The Wickaninnish Inn» ist immer noch in Familienbesitz. Charles und sein Team sind täglich um das Wohlergehen jedes Gastes bemüht.

Weiter geht unsere Reise mit einem Zwischenhalt in Parksville und Duncan nach Victoria, in die Hauptstadt der Provinz British Columbia. Die charmante Stadt liegt an der Südspitze von Vancouver Island und zieht seine Besucher mit der viktorianischen Architektur und den gepflegten Garten- und Parkanlagen in seinen Bann. Auch wir erliegen dem Charme der Stadt und könnten uns sogar vorstellen, hier zu leben. Wir fühlen uns etwas in die Kolonialzeit des British Empire zurückversetzt, denn auch heute zeugt noch viel von der britischen Geschichte. Wir wohnen während unserem Aufenthalt in einem geschmackvollen historischen B&B, dem «Fairholme Manor». Die Eigentümer, Sylvia und Ross Main, geben uns viele wertvolle Tipps für einen gelungenen Aufenthalt. So unternehmen wir spontan eine Walbeobachtungstour, bummeln in der Fisherman’s Wharf den schwimmenden Häusern entlang, besuchen den Beacon Hill Park, knipsen Fotos vom imposanten Parlamentsgebäude, spazieren durch die Nachbarschaft Oak Bay, essen leckeres Sushi und natürlich steht auch ein Besuch des berühmten Butchart Gardens auf dem Programm.

Den Abschluss unserer Reise verbringen wir an der Sunshine Coast – British Columbia’s best kept secret. Die Sunshine Coast liegt nördlich von Vancouver und ist ebenfalls nur per Fähre erreichbar. Die Region wird von Touristen oft links liegen gelassen und ist vor allem bei den Einheimischen als Wochenend-Destination sehr beliebt. Wir verbringen hier herrliche und relaxte Ferientage im «Pointhouse» an der Sargeant Bay bei Halfmoon Bay. Wow, was für eine Location! Wir wohnen hier unmittelbar direkt am Wasser und vom Schlafzimmer aus geniessen wir einen fantastischen Rundumblick aufs Meer. Wir unternehmen eine kleine Wanderung zur Smuggler Cove, paddeln mit dem Kanu der Küste entlang und fahren mit dem Boot durch Pender Harbour. Auch unzählige Segelboote sind in dieser Gegend unterwegs. Die Tage vergehen wie im Flug und der Abschied von diesem schönen Ort und dem einzigartigen Haus fällt uns besonders schwer. Zu gerne würden wir auch zu Hause so nahe am Wasser wohnen.

Wir haben auf unserer Reise nur einen kleinen Teil von Westkanada besucht, aber es muss ja noch etwas zu entdecken bleiben für die nächste Reise.

 

 

 

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Janine Klaus-Mäder

Janine Klaus-Mäder

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