Reisebericht: Peru – das Land der verborgenen Schätze

Reisebericht von Esther Ziegler

Ein Traum wurde wahr und ich konnte das erste Mal, nach einer 19-Stunden-Reise mit Iberia, meinen Fuss auf den Boden von Südamerika setzen. Die Ankunft in Lima, auch genannt die «Stadt der Könige», wurde überdeckt mit dem Grau des fast ständigen Nebels.

Angekommen im schicken Relais & Châteaux Hotel B im Künstlerviertel Barranco hiess es zuerst einmal relaxen, denn am nächsten Tag startete unser intensives Peru-Reiseprogramm.

Am nächsten Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück, ging es mit unserer Reiseleitung auf Entdeckungstour. Wir besuchten die koloniale Altstadt, die Plaza Major, den Regierungspalast, die mächtige Kathedrale und ihre Krypte sowie die Iglesia de San Francisco mit dem Kloster. Am Ende unserer interessanten Stadtrundfahrt führte uns der Weg zurück ins beliebte und angesagte Stadtviertel Miraflores. Man findet hier ausgezeichnete Restaurants und tolle Galerien. Die Nähe zum Pazifik und die kleinen Parks lassen einem die Hektik der Stadt vollumfänglich vergessen.

Ein Flug der LAN Peru bringt uns von Lima ins eineinhalb Stunden entfernte Arequipa. Ciudad Blanca, die «weisse Stadt» wie man Arequipa auch nennt, ist von drei hohen Vulkanen umgeben. Bereits beim Landeanflug wurden wir durch die wunderbare Bergwelt, sowie dem atemberaubenden Antlitz des berühmten und immer noch aktiven Vulkan Misti überwältigt.

Das schöne, historische Zentrum von Arequipa steht unter UNESCO-Weltkulturerbe. Ein Besuch des Klosters Santa Catalina aus dem 16. Jahrhundert darf ebenso wenige fehlen, wie die Besichtigung des Casa del Moral sowie des Mercado San Camillo.  Zudem lohnt sich ab Arequipa ein Abstecher in die Schluchten des nahegelegenen Colca-Tals, der Heimat des Andenkondors.

Mit dem luxuriösen Zug, dem «Belmond Andean Explorer», geht die Reise weiter an den Titicacasee. Beim Check-in am Bahnhof von Arequipa wurden wir mit südamerikanischen Klängen sowie einem Glas «Champagner» erwartet. Man fühlt sich bereits beim Betreten des Zuges in eine andere Zeit zurückversetzt. Was für ein Highlight! Der Luxuszug hat alle Annehmlichkeiten, die man sich nur wünschen kann.

Während die wunderbare Landschaft an uns vorbeizieht, kümmert sich eine äusserst zuvorkommende und engagierte Crew um das Wohl jeden Gastes und liest ihm jeden Wunsch von den Augen ab.

Nach der ersten Nacht im Zug geniessen wir bei einem traumhaften Frühstück die Einfahrt in die Bahnstation von Puno am Titicacasee. Anschliessend besuchen wir mit dem Schiff die schwimmenden Schilfinseln der Uros. Beim Treffen des Stammesoberhauptes erfahren wir vieles über das Leben der Uros. Einige Bewohner leben noch heute auf den Inseln, welche ganz aus Totora-Schilf gebaut sind.

Per Boot geht es weiter zur schönen und hügeligen Insel Taquile. Berühmt ist Tauqile für die Weberei und Strickerei. Das Spinnen, Weben und Stricken ist auf dieser Insel fast ausschliesslich Männersache. Nach einem erlebnisreichen Tag geht es zurück auf die Schienen, auf denen uns der beruhigende Rhythmus der Rollgeräusche des Andean Explorers in den Schlaf wiegt.

Am nächsten Tag erwachen wir in Cuzco. Durch die Lage der Stadt auf 3416 Metern über Meer sollte man genügend Zeit zur Akklimatisierung einplanen. Neben einem historischen Stadtkern bietet Cuzco eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten. Als Highlights gelten die Kathedrale sowie die Kirche La Compania am Plaza de Armas, am schönen arkadengesäumten Hauptplatz der Stadt.

Cuzco bietet eine grosse Palette an unterschiedlichen Unterkünften. Sei es das luxuriöse Belmond Hotel Palacio Nazarenas oder das eher kleine und gemütliche Hotel El Mercado mitten im Geschehen der Stadt. Cuzco hat für jeden Geschmack und Geldbeutel das Passende zu bieten.

Unser nächstes Ziel ist das Urubamba Tal, das heilige Tal der Inkas. Hier empfängt uns eine Bilderbuchlandschaft aus weitläufigen Feldern, verschlafenen Andendörfern und schneebedeckten Bergen. In der Vergangenheit spielte das Tal eine wesentliche Rolle. So befinden sich hier zahlreiche imposante Inka-Ruinen in Pisac oder Ollantaytambo sowie die spektakulären Terrassenanlagen von Moray und die Salzterrassen von Maras.

In dieser Region lässt es sich durchaus länger verweilen, da es auch hier eine grosse Auswahl an authentischen Unterkünften gibt. Die wunderschöne Anlage vom Belmond Rio Sagrado, eingebettet in einen traumhaften Garten direkt am Rio Urubamba oder das neuen Hotel Explora Valle Sagrado sind nur einige der vielen Möglichkeiten.

Am nächsten Tag steht ein weiteres Highlight dieser Reise an. Machu Picchu erwartet uns. Die Fahrt führt uns mit der «Inca Rail» von Ollantaytambo nach Aguas Calientes. Es wurde uns nicht zu viel versprochen. Die Besichtigung der Stätte zusammen mit unserem Reiseleiter hat uns erneut auch hier in die Zeit der Inkas zurückversetzen lassen. Trotz vieler Touristen war das ein krönender Abschluss einer faszinierenden und unvergesslichen Reise.

Zurück am Flughafen genehmige ich mir einen Pisco Sour, das Nationalgetränk Perus, und frage mich, wann ich Sie nach Peru entführen darf?

Beratung

Esther Ziegler

Esther Ziegler – Reiseexpertin

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