Reisebericht: Kia Ora! Willkommen in Neuseeland

Reisebericht von Janine Klaus-Mäder

Peter Jacksons «Lord of the Rings» und «Hobbit» Film-Trilogien haben uns atemberaubende Bilder von Neuseeland nach Hause gebracht und so wollten auch wir einmal sehen, wo die Hobbits wohnen, die Zwerge arbeiten, die Menschen gegen die Orks kämpfen, Gandalf zaubert und die Elben leben. Uns erwartete eine Reise voller Abenteuer und Naturschönheiten mit abgelegenen Schaffarmen, zerklüfteten Vulkanen, einsamen Sandstränden, tosenden Wasserfällen, schroffen Küsten und spektakulären Landschaften.

Von Auckland fuhren wir für den Besuch des LOTR-Filmsets nach Hobbiton und weiter Richtung Taupo. Lake Taupo ist mehr als nur der grösste See Neuseelands. Der Lake Taupo ist ein Vulkan, dessen Kegel in einer der grössten und verheerendsten Eruptionen auf diesem Planeten abgesprengt wurde. Die Region ist ein idealer Standort für die Erkundung der tosenden Huka Wasserfälle, des Tongariro Nationalparks und der Region um Rotorua.

Weiter ging die Reise nach Hawke’s Bay. Eine charismatische Region, in der man historische Architektur und guten Wein gleichermassen stilvoll geniessen kann. Auf den Klippen thronen zusammen mit einer Australtölpel-Kolonie und einer der besten Golfplätze von Neuseeland das spektakuläre und unglaublich schöne Hotel «The Farm at Cape Kidnappers».

Air New Zealand brachte uns von Napier nach Nelson. Von der Granitküste des Abel-Tasman-Nationalparks bis hin zur langen, dünnen, weit in die Tasmansee hinausreichenden Landzunge des Farewell Spit schwingt der Bogen der Golden Bay. Das Westhaven Retreat im Kahurangi National Park erwartete uns. Was für ein unglaublich einsamer Teil von Neuseeland in atemberaubender Landschaft. Wir versuchten unser Glück beim Fischen und genossen einsame Spaziergänge zwischen Sandstränden und Nikaupalmen, sowie die Herzlichkeit unserer österreichischen Gastgeber.

In Kaiteriteri verbrachten wir die nächsten Tage im asiatisch inspirierten Split Apple Retreat. Der Abel-Tasman-Nationalpark wirkt fast wie ein tropisches Paradies und bietet wunderbare Möglichkeiten zu Fuss, per Boot oder mit dem Kajak. Sogar Robben und Zwergpinguine tummeln sich im Wasser nahe der Küste, mit viel Glück sogar Delfine und Orcas.

Anschliessend war es an der Zeit die Adrenalin Hochburg Queenstown im Lake District zu entdecken. Die Stadt am Lake Watakipu ist eine Ikone des internationalen Tourismus. Seen und Berge sind nur die Kulisse für die vielen Möglichkeiten, sich so richtig auszutoben. Rafting, Bungee-Jumping, Schnellbootfahren auf engen Flussstrecken oder Tandem-Fallschirmspringen heissen die Aktivitäten die diese Region zu bieten hat. Wer es etwas ruhiger mag, für den lohnt sich ein Abstecher nach Glenorchy und seine faszinierende Umgebung.

Weiter südlich erwartete uns das Fiordland. Einer der landschaftlich spektakulärsten Teile Neuseelands. Tosende Wasserfälle, unberührter Regenwald, schimmernde Seen und das Granitgestein der Bergspitzen sind seit tausenden von Jahren unverändert. Hier hat immer noch die Natur die Oberhand. Der Fiordland Nationalpark gehört zum Weltnaturerbe und umfasst den Milford, Dusky und Doubtful Sound. Am besten lassen sich die Fjorde während einem Bootsausflug besichtigen. Auch drei der insgesamt neun sogenannten «Great Walks» liegen in diesem unbeschreiblich schönen Teil des Landes, der Routeburn, Kepler und Milford Track. Die Region gehört zu den regenreichsten von ganz Neuseeland. Anstatt Regen erwartete uns jedoch am ersten Morgen in der Fiordland Lodge eine weisse Schneedecke. Wetterkapriolen sind in diesem Teil des Landes keine Seltenheit. Umso mehr freuten wir uns, dass es mit dem spektakulären Helikopterflug über diese einzigartige Region trotz Wintereinbruch doch noch geklappt hat. Ein absolut unvergessliches Erlebnis!

Weiter brachte uns die Reise zum Mount Cook National Park. Im mehr als 70’000 ha grossen Nationalpark liegen der mit 3724 m ü. M. höchste Berg von Neuseeland Aoraki (Mt. Cook) und mit dem 23 km längsten Gletscher, der Tasman Glacier. Im Park befinden sich mit 22 Gipfeln die meisten Dreitausender der Südalpen. Wir waren fasziniert vom grandiosen Bergpanorama sowie dem kombinierter Ski Plane und Helikopter Rundflug bei perfekten Wetterbedingungen. Auch die Begehung vom Hooker Valley Track darf hier nicht fehlen, auch wenn dieser mit unzähligen asiatischen Touristen etwas überbevölkert ist.

Die nächste Zeit verbrachten wir weit abgelegen in einem einfachen, aber sehr gemütlichen Cottage bei Anne und Philip auf der Lake Heron Station. Abgesehen von den wunderbaren Gastgebern und deren 11’000 Schafen, unzähligen Kühen und über 20 Hunden ist hier keine Menschenseele anzutreffen. Philip ist neben seinem Beruf als Farmer auch leidenschaftlicher Pilot und fliegt seine Gäste gerne über sein riesiges Land.

Die letzten beiden Nächte unserer Reise verbrachten wir in Annandale auf der Banks-Halbinsel. Das Grundstück besteht aus 1’600 Quadratmetern Farmland mit zehn Kilometer privater Küste und vier Luxusunterkünften. Der in der USA ansässige Bauunternehmer Mark Palmer hat hier die wohl atemberaubendste, romantischste und moderneste Villa von Neuseeland entworfen. Seascape lässt jedes Herz höherschlagen. Magie pur!

Während wir an unserem letzten Abend in Neuseeland auf der Terrasse sitzen, ein Glas Akarua Rosé Brut NV geniessen und auf das Meer schauen, wird es Zeit Frodo und Sam auf Wiedersehn zu sagen. Der Ring der Macht wurde am Ende des Films zerstört, doch die Macht, mit der Neuseeland uns in seinen Bann gezogen hat, ist ungebrochen und verlangt nach einer Fortsetzung. Edoras, Mittelerde, Rohan und Isengard, wir sehen uns irgendwann wieder!

 

 

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Janine Klaus-Mäder

Janine Klaus-Mäder

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