Reisebericht: Der Oman – Das Land von Sindbad dem Seefahrer

Reisebericht von Janine Klaus-Mäder

Unsere Reise startete In Salalah, wo wir von unserem Fahrer Baba mit einem herzlichen Händedruck in Empfang genommen wurden.

Salalah auch «Parfum-Hauptstadt Arabiens» genannt, ist die Hauptstadt der Provinz Dhofar. Nach einer Stadtbesichtigung, dem Bummel durch den Markt, sowie der Verkostung von schmackhaften kleinen Bananen und Kokosnüssen der Region und eher gewöhnungsbedürftigem rohen Kamelfleisch, brachen wir auf zu unserem Wüstenabenteuer. Die Rub Al Khali, auch «leeres Viertel» genannt, ist die grösste Sandwüste der Welt und umfasst Teile Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate, des Omans, sowie des Jemens.

Auf dem Weg mit dem Allradwagen in die Rub Al Khali besuchten wir neben dem antiken Ubar auch eine der vielen Weihrauchbaum-Anlagen, wo das kostbare Harz von Kennerhand geerntet wird. Mitten in der Wüste schlugen wir kurz vor Sonnenuntergang unsere Zelte auf. Wie sich unser Fahrer in dieser eintönigen Welt überhaupt orientieren konnte, bleibt uns bis heute ein Rätsel. Abends lauschten wir am Feuer bei Tabuleh und Matabbal den spannenden Geschichten von Baba, genossen die Stille und bestaunten die weiss leuchtende Milchstrasse.

Nachdem wir den Süden des Landes verlassen hatten, hiess es, nach einem kurzen Flug: «Willkommen in Muscat!» Gleich nach der Ankunft fuhren wir ins Jebel Akhdar Gebirge. Vorbei ging die Fahrt an Nakhal, wo wir die 350 Jahre alte Burg erkundeten. Die saftigen grünen Dattelpalmen in den vielen Wadis der Region bilden einen wunderbaren Kontrast zum schroffen Gebirge.

Weiter ging die Reise nach Nizwa, die Hauptstadt bis 1783 und noch heute Hauptsitz des Imams. Sie gilt als geistliches Zentrum des Landes. Da unser Besuch auf einen Freitag fällt, hatten wir die Gelegenheit dem bunten Treiben des Viehmarktes zuzusehen. Wir quetschen uns mit den Käufern und Verkäufern in die Masse aus Schafen, Kühen, Ziegen und Menschen. Frauen sieht man wenige auf dem Markt, sie stehen abseits in langen schwarzen Gewändern mit Schleiern oder gar Nikabs, dem Gesichtsschleier. Nur die Beduininnen setzen sich von der Masse der schwarzgekleideten Frauen ab. Ihre Gewänder und Schleier sind oft farbig, dazu tragen sie eine schwarze Gesichtsmaske.

In Nizwa hat uns auch der traditionelle Souk begeistert. Dieser ist bekannt für die Bahla Töpfereien und seine herrlichen Silberwaren. Jeder Mann im Oman muss einen Dolch (Khanjar) besitzen. Nach alten Traditionen wird dieser vor allem in Nizwa hergestellt und verkauft.

Nach einem weiteren Abstecher in die Wüste, diesmal jedoch mit weiteren Touristen und einem unterhaltsamen Quad Bike Ausflug, ging unsere Reise weiter Richtung Wadi Bani Khalid, dem bekanntesten Wadi in der ganzen Sharqiyah Region. Grosse, mit türkisfarbenem Wasser gefüllte Teiche, gesäumt von saftig grünen, schattigen Palmen laden hier zum Schwimmen ein. Via Sur und Fins Beach fuhren wir anschliessend ins Wadi Tiwi, einem der schönsten Trockenflusstäler des Landes.

Das Sultanat Oman erweckte bei uns den Eindruck, direkt aus einer der Geschichten aus 1001 Nacht entnommen zu sein und beeindruckte uns durch seinen grossen Wert auf Tradition und liebenswürdigen Menschen.

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Janine Klaus-Mäder

Janine Klaus-Mäder

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