Reisebericht: Costa Rica – kurz aber intensiv

Reisebericht von Janine Klaus-Mäder

Geweckt wurde ich nicht von den Vögeln, sondern von den Brüllaffen, die in den frühen Morgenstunden ein eher spezielles Konzert zum Besten gaben. Kurze Zeit später setzte das Vogelgezwitscher ein und um 6 Uhr war ich jeweils hellwach – und das war auch gut so, denn Costa Rica hat viel zu bieten! Dieses Szenario mit den Brüllaffen spielte sich übrigens in den Dschungelgebieten Costa Ricas ab. Doch nicht nur Dschungel erwartet den Touristen in Costa Rica, sondern auch wilde, naturbelassene Strände, aktive Vulkane und kleine Kraterseen, sowie Mangroven, Nebelwälder und eine üppige Vegetation. Das kleine Land zwischen Atlantik und Pazifik ist ein Paradies für Naturliebhaber. Nur wenig grösser als die Schweiz, sind in Costa Rica rund 25% der Landfläche durch Nationalparks, Naturparks oder private Reservate geschützt.

Costa Rica bedeutet auf Deutsch «Reiche Küste». Gut zu wissen – aber viel wichtiger scheint mir die Redewendung «Pura Vida», welcher man in Costa Rica mehrmals täglich begegnet. Pura Vida bedeutet pures oder reines Leben. Ob zur Begrüssung, zur Verabschiedung oder zur Beschreibung des aktuellen Gemütszustands – Pura Vida passt immer.

Meine Reise startete in Zürich an Bord der Edelweiss Air. Seit Mai fliegt die beliebte Fluggesellschaft zweimal wöchentlich nach San José, die Hauptstadt Costa Ricas. Ich hatte das Vergnügen den Erstflug mitzuerleben. Nach zwölf Flugstunden erreichte ich San José, welches auf 1200m ü. M. im sogenannten Zentraltal liegt. Es war kühl und es regnete. Costa Rica hatte ich mir etwas anders vorgestellt. Doch schon am nächsten Morgen schien die Sonne und ich genoss die ersten Eindrücke. Überall blühten die Blumen in den unterschiedlichsten Farben und die Kolibris schwirrten von Blüte zu Blüte.

Costa Rica ist ein Paradies für Selbstfahrer. Die meisten Touristen entdecken das kleine Land auf eigene Faust per Mietwagen. Der Mietwagen und die Unterkünfte werden vorgebucht, gefahren wird selber und zwar ohne Zeitdruck und vorbestimmten Tagesablauf.

Das wollten wir ebenfalls ausprobieren und so übernahmen wir einen Hyundai Tucson. Wir waren froh, als wir San José mit dem dichten Verkehr hinter uns lassen konnten und aufs Land hinausfuhren. Nun war das Fahren gemächlicher und wir konnten uns auch an der Landschaft erfreuen, welche an uns vorbeizog. Kurvige Bergwege, asphaltierte Schnellstrassen, holprige Schotterpisten – es ist abwechslungsreich und eindrücklich. Unsere Reise führte uns weiter nach San Gerardo de Dota, San Isidro del General, Uvita und Manuel Antonio, wo wir viele Hotels besichtigten und uns einen Eindruck dieser beliebten Feriendestination verschaffen konnten.

In Golfito, im Südwesten des Landes gelegen, retournierten wir am Hafen unseren Mietwagen. Wir waren in der ursprünglichsten Gegend Costa Ricas angelangt, welche «Wilder Süden» genannt wird. Hier gibt es nur noch wenige Dörfer und kaum Strassen. Die Gegend wird von dichtem Dschungel regiert, welcher sich bis ans Meeresufer erstreckt. Von hier ging die Reise weiter mit dem Boot über den Golfo Dulce, welcher die Halbinsel Osa vom Festland Costa Ricas trennt und als extrem fischreich gilt. Delfine sind hier beheimatet und während mehreren Monaten im Jahr lassen sich auch Wale beobachten. Nach 40 Fahrminuten über den spiegelglatten Golf ist eine Lichtung im dichten Regenwald zu erkennen, welche von riesigen Palmen gesäumt wird. Wir erreichten die bezaubernde Playa Cativo Lodge, welche sich als meine Lieblings-Unterkunft in Costa Rica entpuppte. Das direkt am Strand gelegene Boutique-Hotel fasziniert mich mit seiner unaufgeregten Eleganz, der totalen Abgeschiedenheit und den vielen Ausflugsmöglichkeiten. Aber auch ein ruhiger Nachmittag in der Hängematte ist möglich. Schweren Herzens ziehen wir weiter, aber nicht ohne das Versprechen wiederzukehren.

Weiter ging es zum nächsten Höhenpunkt, der Halbinsel Osa. Aufgrund der beschränkten Erreichbarkeit hat sich die Region zu einem Zufluchtsort für verschiedene Tierarten entwickelt, die sonst vom Aussterben bedroht wären. Affen, rote Aras, Faultiere, Tukane und Kolibris gibt es hier zu sehen. Entlang der Küste befinden sich nur einige wenige Lodges, welche den Touristen ein vielfältiges Ausflugsangebot offerieren – ein fantastisches Naturerlebnis abseits der Zivilisation.

Ich habe auf dieser Reise einen Einblick in das wunderschöne Costa Rica erhalten. Nun ist mir klar, weshalb Costa Rica bei so vielen Schweizern als Traumdestination gilt. Auch ich möchte gerne nach Costa Rica zurückkehren um mehr von diesem vielfältigen Land zu entdecken.

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Janine Klaus-Mäder

Janine Klaus-Mäder

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