Reisebericht: Argentinien – Im Land der Gauchos

Reisebericht von Regula Zeller

Dorado Latin Tours hat eine unglaublich erlebnisreiche Studienreise ins frühlingshafte Buenos Aires und in die sagenhaft schöne Region um Salta organisiert. Kommen Sie mit auf unsere Tour und lassen Sie sich in den Nordwesten von Argentinien entführen. In eine Gegend, die noch wenig touristisch ist und umso mehr entdeckt werden will!

07.11.18 20:00 Zürich, Treffpunkt der Gruppe am Flughafen Zürich-Kloten Aufgrund des Erstfluges nach Buenos Aires, erleben wir am Gate eine spektakuläre Show. Nebst den typisch argentinischen Empanadas, die wir noch lieben lernen, wird allen Passagieren auch Wein von Dieter Meier (Yello) ausgeschenkt. Tangoshow und Anschnitt des Edelweiss Kuchens, so wie Ansprachen und Fotos, gehören mit zur Zeremonie. Die Vorfreude ist gross!

08.11.18 22:30 – 09:00 Abflug ab Zürich mit Edelweiss Air, WK 90 Ankunft in Buenos Aires. Unser Flugzeug, die Melchsee-Frutt, wird von der Feuerwehr, wie es sich für eine Erstlandung gehört, mit einer Wasserdusche begrüsst. Bienvenido a Argentina!

08.11.18 Buenos Aires, Auf unserem Privattransfer ins Hotel Argenta Tower bekommen wir den ersten Eindruck, dieser grossen, aber auch sehr grünen Stadt. Wunderschön jetzt im Frühling sind die Lila blühenden Jacaranda Baumalleen. Wir haben Zeit uns im Hotel frisch zu machen, bevor es auf die Stadtrundfahrt geht. Buenos Aires beeindruckt. Angefangen beim Boca-Quartier, geprägt durch die berauschende Atmosphäre des Tangos, bis hin zu den unendlich langen Prachtstrassen, mit ihrer Vielfalt an architektonischen Stilen. Die Stadt bildet den kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Mittelpunkt Argentiniens und zählt zu den schönsten Metropolen Südamerikas. Der Einfluss vergangener, spanischer Kultur und italienischer Lebensfreude verleiht dieser Grossstadt einen einzigartigen Charme. Eine eigentliche Altstadt gibt es nicht, einzig die Stadtteile von San Telmo, das in der Kolonialzeit vornehmste Wohnviertel, sowie die berühmte Boca mit ihren farbenfrohen Holz- und Blechhäusern, präsentieren sich dem Besucher auch heute noch fast unverändert. Die 13-Millionen-Stadt lebt rund um die Uhr, vibriert, flirrt und tanzt wie eine farbige Libelle. Mehr als ein Drittel der Landesbevölkerung lebt hier, die Einwohner – Porteños genannt – sind Individualisten, spontan, wandlungsfähig, manchmal ein wenig grossspurig und unübersehbar mediterran. Dies kommt nicht von ungefähr, Buenos Aires wurde nach dem ersten Weltkrieg von Immigranten überflutet, man findet hier ein kleines Stück Paris und dort ein kleines Stück Rom. Neben den Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigen wir das Hotel Madero, im Quartier Puerto Madero. Ein modernes Haus an toller Lage, mein Favorit im mittleren Preissegment Ebenso besichtigen wird das Park Hyatt mit seinem wunderschönen Innenhof eine Oase in der Stadt, sowie das Four Seasons, das wie das Hyatt auch mit seinem Palacio beeindruckt und mit einer tollen Adresse für ausgewähltes Fleisch, dem charmanten Restaurant Elena. Unser Hotel Argenta Tower liegt ebenfalls im sehr zentralen Stadteil Retiro und ist ein angenehmes, preislich sehr attraktives Drei-Sterne-Haus. Den Abend lassen wir im nahe gelegenen Restaurant Pegari bei unserer ersten Flasche Malbec ausklingen.

09.11.18 Heute unternehmen wir einen Ganztagesausflug zu den Gauchos in die berühmte Pampa Argentiniens. Wir werden in die 110km von Buenos Aires entfernte Stadt San Antonio de Areco fahren, welche als eine der schönsten Städte der Pampas gilt. In San Antonio de Areco besuchen wir unter anderem einen Kunsthandwerkladen, in dem Leder und Silber verarbeitet werden. Ein schöner Silberanhänger in Form einer «Gaucho-Rose» nehme ich als Souvenir für mich mit. Das Mittagessen, ein typisch argentinisches Asado (Barbecue), geniessen wir in der einmalig schönen Estancia La Bamba. Mit etwas Glück können Sie einem Polo Turnier beiwohnen. Unbedingt lohnenswert sind der Besuch der Stallungen und die Vorführung der «Gaucho Pferdeflüsterer Show»
Am Nachmittag besuchen wir die Estancia Ombu de Areco. Diese traditionelle Estancia ist im Gegensatz zur luxuriösen Estanica La Bamba eine «Working Ranch», d.h. Arbeiten auf dem Hof mit den Pferden und Rindern. Es geht hier einfach und familiär zu und her. Das ehrwürdige Farmgebäude wurde 1890 im italienischen Stil errichtet und ist von 300ha Land umgeben. Nach unserer Rückfahrt am späten Abend, sind wir in Buenos Aires zum Abendessen und zur Besichtigung des extravaganten und sehr speziellen Designhotel Faena (Philippe Starck) eingeladen. Wir sind begeistert vom Hotel und vom Essen. Nicht nur wir sondern auch Robbie Williams erfahren wir, ist ein Fan und nächtigt gerade im Faena.

10.11.18 11:20-13:35 Abflug ab Buenos Aires mit Aerolineas Argentinas, Flug AR 1450 Ankunft in Salta. Nach einem Gewitter mit Weltuntergangs-Stimmung und entsprechender Flugverspätung, erreichen wir Salta bei herrlichem Sonnenschein. Unsere äusserst charmante Reiseleiterin Gabriela und unser exzellenter Chauffeur Miguel, die uns auf unserer Rundreise von nun an begleiten, bringen uns ins Hotel «House of Jasmines». Das Mittagessen unter den Bäumen des herrlichen Anwesens lässt uns die Entbehrungen des Morgens schnell vergessen. Von Salta geht es weiter nach Cafayate, Tagesetappe ca. 190km (Fahrzeit ca. 3 4 Stunden). Wir fahren in südlicher Richtung. Bei Coronel Moldes beginnt die Quebrada de las Conchas, eine etwa 80 km lange Schlucht, die mit unterschiedlichsten Farben und Formen ihrer Felswände beim Reisenden immer wieder Erstaunen hervorruft. Die Höhenpunkte bilden die zwei grossen Schluchten: «El Anfiteatro», ein Felskessel von etwa 50 m Durchmesser und über 100 m Höhe, sowie «La Garganta del Diablo». Am Ende der Quebrada erreichen wir Cafayate, den Hauptort der Calchaquies-Täler. Die Stadt ist von Andengipfeln und Weingärten umgeben. Wir übernachten im edlen Grace Cafayate Hotel. Das Hotel bietet Luxus im amerikanischen Stil. Die Badezimmer sind wunderschön mit Aussicht auf die Berge und Reben. Abends sind wir zur Besichtigung und zum Essen im Cafayate Wine Resort eingeladen. Eine charmante Unterkunft im spanischen Kolonialstil mit schönem Garten, sehr sympathisch.

11.11.18 Fahrt von Cafayate nach Cachi, via Molinos, Tagesetappe ca. 210 km (Fahrzeit ca. 5 6 Stunden). Auf der Fahrt von Cafayate via Angastaco nach Molinos folgen wir der Ruta 40 durch das landschaftlich spektakuläre Tal entlang des Flusses Rio Calchaqui. Ab San Carlos sind die Strassen sehr schmal und kurvenreich. Unsere Mittagspause verbringen wir auf dem fantastischen Weingut «Estancia Colomé». Die Estancia der bekannten Familie Hess liegt inmitten von Reben und blühendem Lavendel. Kunstinteressierte dürfen das Museo James Turrell nicht verpassen. Anmeldungen für die Besichtigung des Weingutes, Degustation des speziellen Höhen-Weines und Besuch des Museums sind im Voraus notwendig. Anschliessend Fahrt nach Cachi. Der kleine Ort hat viel koloniale Atmosphäre bewahrt. Cachi – der Name bedeutet in Quechua Salz – es liegt auf einer Höhe von 2’280 m und wird vom schneebedeckten Nevado de Cachi überragt. Hotelbesichtigung und Abendessen im Merced de Alto. Ein weiteres Hotel an fantastischer Aussichtslage im Kolonialstil. Vom Schweizer Christian Götz werden wir mit einer Weindegustation überrascht. Klein und fein ist die Auswahl seiner Adentro Weine. Ein Schweizer, der das Weinbau-Abenteuer im fernen Cachi gewagt hat. Wir übernachten im einfachen, aber netten Hotel Aca Cachi.

12.11.18 Fahrt von Cachi nach Tilcara, Tagesetappe 330 km (Fahrzeit ca. 7 Stunden). Die Reiseroute nach Salta führt uns auf einer ca. 50 km langen, kurvenreichen Strasse in östlicher Richtung. Wir fahren über den 3’200 m hohen Piedra de Molino Pass, an einer mühlsteinartigen Felsformation vorbei, bevor wir der Cuesta de Obispo folgen, einer 21 km langen Passstrasse, welche auf dieser Strecke 1’300 Höhenmeter bewältigt. Bald gelangen wir zu einem Aussichtspunkt, welcher einem einen herrlichen Blick auf die Schlucht von Escoipe vermittelt, die vor allem durch drei Farben besticht: das Rot der Felsen, das Grün der Pflanzen und das Blau des Himmels. Bei Salta führt die Reise Richtung Norden auf der Ruta 9 nach La Caldera und El Carmen. Das ist die alte Hauptstrasse, die kaum mehr benützt wird, da die meisten nun die Schnellstrasse zwischen Jujuy und Salta befahren. Die Ruta 9 ist jedoch sehr empfehlenswert. Obwohl sie auf direktem Weg nach Purmamarca führt, braucht es etwas mehr Zeit, da vor La Caldera eine kurvenreiche Passstrasse durch beinahe tropischen Regenwald hinaufführt. Ein fantastischer Kontrast zu den trockenen und fast wüstenartigen Regionen! Abends erreichen wir Tilcara. Hier essen und übernachten wir im äusserst charmanten Hotel «las Marias Boutique».

13.11.18 Fahrt von Tilcara nach Salta, via Salinas Grandes und Purmamarca Tagesetappe ca. 500 km (Fahrzeit ca. 7 Stunden). Wir fahren zuerst in die wildromantische Schlucht von Humahuaca. Durch das 170 km lange Tal mit seinen grünlich und rotviolett gefärbten, mit Riesenkakteen überwachsenen Felswänden, windet sich der Rio Grande. Die vielseitige Landschaft und die vorwiegend indige Bevölkerung prägen die Gegend mit einem ganz eigenständigen Charakter. Die Region steht dem Nachbarland Bolivien weit näher als die 1’700 km entfernte Hauptstadt Buenos Aires. Anschliessend führt die Reise weiter durch eine prächtige Schlucht hinauf ins Hochland bis auf 4’170 m und zu den Salinas Grandes, einem riesigen Salzsee. Lustige Fotos auf dem auf 3’500 m hoch liegenden Salzsee dürfen nicht fehlen. Picknick mit stärkendem Salta Bier ebenfalls nicht. Rückfahrt nach Purmamarca und Salta. Unser Abschiedsessen in Salta findet bei Tischgrill und geselliger Musik im «La Casona del Molino» statt. Wir geniessen den Abend in dieser einmaligen Atmosphäre mit den Einheimischen. Übernachtung im angenehmen, zentralen Drei-Sterne-Hotel Brizo. Erwähnenswert ist die Roof Top Bar mit Sicht über das Lichtermeer von Salta.

14.11.18 Zu Fuss brechen wir auf zur Stadtführung. Salta wird von den Einheimischen auch «La Linda», die Schöne, genannt. Durch die vielen Gebäude aus der Kolonialzeit hebt sich die Hauptstadt der Provinz Salta wohltuend von den anderen Städten ab. Im Zentrum an der Plaza «9 Julio» besuchen wir die beeindruckende Kathedrale und bekommen Einblick in die Inka Kultur im Museo de Arqueologia. Danach essen wir herrliche Empanadas im Strassen-Café. Wir erhalten ein schönes Bild vom gemächlichen Leben der Einheimischen, deren Aussehen den Bolivianern viel näherkommt, als den Argentiniern aus Buenos Aires.

15:35 Abflug ab Salta mit Aerolineas Argentinas, Flug AR 1461
17:35 Ankunft in Buenos Aires
In Buenos Aires werden wir in unser Hotel «Club Frances» gebracht. Ein beliebtes Haus der mittleren Preisklasse in einem Palacio an Toplage in Retiro. Nachdem wir uns frisch gemacht haben, erwartet uns ein sehr gutes Abendessen und die berühmte Tango Show im Café de los Angelitos. Der Tango hat in Buenos Aires eine lange Tradition. Ende des vorigen Jahrhunderts im armen Hafenviertel La Boca entstanden, vereint er europäische, afrikanische und argentinische Rhythmen. Die Lieder handeln von Sehnsucht, nach Liebe und einem besseren Leben. Zu bestaunen ist der Tango in den zahlreichen Tango-Shows in San Telmo oder in den argentinischen Sommermonaten unter freiem Himmel in La Boca und Recoleta, wo kleine Gruppen zum Tanz aufspielen. Was für ein unvergesslicher Abschlussabend! Adios Buenos Aires, and don‘t cry for me Argentina!

15.11.18 12:45 Abflug ab Buenos Aires mit Edelweiss Air, Flug WK 91
16.11.18 06:10 Ankunft in Zürich

 

 

 

 

 

Beratung

Regula Zeller – Reiseexpertin

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