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Geheimtipp Südtirol – Mitterstiller Dolomites Relais

Reisebericht von Janine Klaus-Mäder

Ein Ort der Sehnsucht, ein Ort der Ruhe. Die mittelalterliche Hofstätte «Mitterstiller» hat lange Jahre vor sich hingedöst, hat still und bescheiden in der schönen Landschaft gestanden und gewartet, bis irgendjemand sie mit neuem Leben füllt.

Freilich ist es dem Mitterstiller Hof auf dem Ritten bei Bozen sicher nicht langweilig geworden. Würde es einen Oscar für die schönste Aussicht geben, wäre der Mitterstiller fraglos unter den Erstplatzierten: auf einer Sonnenterrasse auf halber Höhe zwischen der Stadt Bozen und dem Rittner Hochplateau geniesst das Anwesen einen Panoramablick auf das enge Eisacktal, das Etschtal und – zum Greifen nahe – auch auf die gegenüberliegenden Dolomiten. Wenn in der Abenddämmerung die Sonne hinter diesem UNESCO Weltnaturerbe untergeht und die letzten Strahlen das kantige Massiv des Rosengartens in ein leuchtend rosa Licht tauchen, scheinen Märchen- und Sagenwelt realer als irgendwo sonst auf der Welt.

Da war also der alte Ansitz mit seinen trutzigen Mauern, seinen wehrhaften Fensteröffnungen und seiner gotischen Stube, und da war eine Bozner Kaufmannsfamilie, ursprünglich freilich vom Ritten, die nach erfolgreichen und geschäftigen Jahren im Berufsleben, nach etwas Neuem Ausschau hielt. Sie suchte nach einem Rückzug, nach einem Ruhepol für die Familie und für liebe Gäste, die das Besondere ebenso schätzen, wie sie selbst. Der Zufall führte Helene und den verträumt daliegenden Mitterstiller Hof zusammen. Es war Liebe auf den ersten Blick.

Ungepflegt und unbewohnt fristete der einst stolze Ansitz sein Dasein, die Bauersleute waren auf eine modernere Hofstelle umgezogen, der Mitterstiller war seit seiner ersten Erwähnung im Jahre 1450 gut zehn Mal in unterschiedlichen Phasen umgebaut worden und konnte nun gelassen abwarten, was geschehen würde. Der Eingang des Hauses, die sogenannte Labe, ist sogar mit dem Jahr 1280 datiert.

2007 gelang es den Mitterstiller zu erwerben, und nun ging es Stück für Stück, Mauer für Mauer, Holzbrett für Holzbrett an die achtsame Renovierung dieses einmaligen bäuerlichen Kulturgutes. Die quirlige und energische Helene hatte genug Gespür, sich langsam mit dem antiken Gemäuer anzufreunden, sich an seine Geheimnisse heranzutasten und – auch mit Hilfe des Architekten Benno Weber und den akribischen Vorgaben des Amtes für Denkmalschutz – Wertvolles sorgsam zu renovieren oder Unhaltbares mit Qualitätshandwerksarbeit zu ersetzen.

Ihre Sehnsucht hatte Helene zum Mitterstiller geführt, und mit viel Geduld und Hingabe fand sie in den alten Mauern jene Schönheit und Harmonie, nach denen sie lange gesucht hatte und machte den Mitterstiller ganz zu ihrem. Das Mitterstiller Dolomites Relais ist heute eines der aussergewöhnlichsten Gästehäuser des Landes. Privat und stilvoll, familiär und lässig luxuriös. Ein Ort der Sehnsucht, an dem man auch für länger Halt machen kann. Das Mitterstiller Dolomites Relais hat schliesslich seinen ganz eigenen Sinn für Zeit.

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