China – Das Land der aufgehenden Sonne

Reisebericht von Esther Ziegler

Es ist lange her, seit ich das Land der Mitte zum letzten Mal bereist habe. Was erwartet mich auf dieser Reise? Werde ich enttäuscht sein oder wird es mich erneut faszinieren?

Nach einem angenehmen Nonstop-Flug mit Swiss landeten wir nach knapp zehn Stunden in Peking.

Nachdem wir unseren Reiseleiter begrüsst hatten, ging es mit dem Bus bereits zum ersten Highlight unserer Studienreise, der „Grossen Mauer“. Wir besuchten einen Abschnitt in der Region Jingshanling. Schon von weitem brachte uns der Anblick des kaum verzierten Bauwerks in  unvorstellbares Erstaunen. Als uns der Reiseleiter mitteilte, dass wir nun eine Wanderung von ca. zwei Stunden auf der Mauer unternehmen würden, wurde uns schon etwas mulmig, da wir erst aus der Nähe die verschiedenen steilen Passagen wahrnahmen. Daher ein Tipp auf den Weg – gutes Schuhwerk ist unbedingt notwendig.

Nach der Rückkehr ins Hotel «Dhawa», das der Banyan Tree Kette angehört und sich in unmittelbarer Nähe beim Aufstieg der Mauer befindet – kamen wir vor lauter schwärmen über das Erlebte nicht mehr hinweg. Was für ein Erlebnis an unserem ersten Tag in China.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Peking, die alte Kaiserstadt, oder nennen wir sie heute die chinesische Mega-City. Vieles werden wir erleben meinte unser Reiseleiter und dem war so. Wir besuchten die Verbotene Stadt, bummelten über den Tian’anmen Platz und spazierten in den Hutongs, den ehemaligen, traditionellen Wohnquartieren, von denen es nicht mehr viele gibt. Hier tauchten wir ein in das ehemalige Peking. Was für eine Zeitreise.

Bevor wir die schnelllebige Stadt Peking mit dem Hochgeschwindigkeitszug mit 300 km/h nach Xian verlassen, besuchten wir bei strahlend blauem Himmel den imposanten Himmelstempel, ein Meisterwerk der Architektur, das zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Was für ein Erlebnis.

Nach Ankunft in Xian geht unsere Entdeckungsreise weiter. Unser erster Besuch galt der «Grossenwildganspagode» – Xians Wahrzeichen. Auch eine Tour mit dem Fahrrad entlang der fast vollständig erhaltenen Stadtmauer darf nicht fehlen. Doch der grosse Höhepunkt ist sicherlich die Terrakotta-Armee des Qin Shi Huang Di, 28 km östlich von Xian Stadt entfernt.

Die grösste und komplexeste Grabstätte der Welt versetzt uns erneut in Staunen. An den jeweiligen Restaurationsarbeiten arbeiten Archäologen jeweils acht Jahre. Unglaublich!

Nachdem uns die Chinesische Geschichte in den Bann genommen hat, hiess es Abschied nehmen, und es ging weiter mit dem Flug nach Shanghai, in eine der grössten Städte der Welt.

Kaum angekommen machten wir einen Spaziergang durch die Altstadt und besuchten den bekannten «Yu Garten» und das alte Kunsthandwerkquartier «Tianzi Fang». Auch der Bummel auf der weltberühmten Einkaufsstrasse Nanjing Road darf nicht fehlen.

Was für grossartige Eindrücke erlebten wir – wir kommen aus dem Staunen nicht heraus.  Sobald es Nacht wird erstrahlt Shanghai im Lichtermeer. Eine wunderbare Möglichkeit diese Lichter im 360-Grad-Rundblick zu geniessen, ist von der Fussgänger Plattform des 632 m hohen Shanghai Tower im modernen Stadtteil Pudong.

Doch Shanghai hat nicht nur Pulsierendes zu bieten. Nur 25 Fahrminuten mit dem Hochgeschwindigkeitszug entfernt, liegt Suzhou, das ehemalige Venedig des Ostens. Hier wurde die chinesische Gartenbaukunst geboren, die mit rund 270 Gärten während der Ming Dynastie 1368-1644 ihre grösste Blüte erlebte. Wir durften einen ganzen Tag in dieser einst schönsten Stadt Chinas verbringen und hatten die Gelegenheit den «Garten des bescheidenen Beamten» und «Garten des Meisters der Netze» zu besuchen.

Als krönenden Abschluss ging es nach einer erneuten Nacht in Shanghai in das malerische Wasserdorf Zhujiajiao, am Ostufer des Dianshan Sees. Mehrere von etwa zwei Dutzend Steinbrücken überspannten Kanälen durchziehen pittoresk das knapp 3 km2 grosse historische Zentrum aus der Ming und Qing Zeit. Als Besucher fühlt man sich ins Mittelalter zurückversetzt. Wie sagt man: «Alles Schöne geht einmal zu Ende», doch bevor dem so ist und wir China das Land der Drachen, Räucherstäbchen und dem knallharten Business verlassen, geniessen wir einen krönenden und geschichtsträchtigen Abschluss im Hotel Amanyangyun, ca. eine Fahrstunde von Shanghai entfernt.

Das Hotel Amanyangyun lässt uns alles nochmals Revue passieren, was wir in diesen Tagen in China erleben durften. Geschichte, Tradition, Gastfreundschaft und vieles mehr. Daher mein Resümee – die Faszination für dieses Land hat mich wieder.

Beratung

Esther Ziegler

Esther Ziegler – Reiseexpertin

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